Die Ausstellung

West:Berlin – das war über vierzig Jahre sowohl politischer Brennpunkt im Kalten Krieg und hochsubventioniertes „Schaufenster des Westens“ gegen den Osten.  Zugleich war es  eine offene Stadt und kreatives Biotop mit internationaler Ausstrahlung. Mit der Maueröffnung 1989 verlor die Halbstadt ihren Sonderstatus, ihr Prestige und ihre symbolische Aufladung. Inzwischen aber leuchtet die City West wieder. Sie rückt mehr und mehr in das öffentliche Bewusstsein – und mit ihr die wechselvolle Geschichte des alten Westens. Anlass genug für das Stadtmuseum Berlin, dem Thema eine große Sonderausstellung im fünfundzwanzigsten Jahr der Maueröffnung zu widmen.

EINE INSEL AUF DER SUCHE NACH FESTLAND

Die kulturgeschichtliche Ausstellung nimmt die Realität verschiedenster Lebenswelten in West:Berlin in den Blick. Sie fragt aber auch nach Pathos und Mythos der „Insel der Freiheit“ und spannt den zeitlichen Bogen von 1945 bis 1990. Das Spektrum der historisch wohl einmaligen Freiräume der Stadt bildet ein Leitmotiv der Schau.

Mit über 500 Exponaten der Berliner Alltags- und Kulturgeschichte und medialen Inszenierungen bietet die Ausstellung eine emotionale „Zeitreise“ mit unerwarteten Assoziationen und Begegnungen, Wiederentdeckungen und Überraschungen.

Die Ausstellung gliedert sich in vier Themenfelder: Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Ihnen sind einzelne ‚Inseln’ zugeordnet – angefangen mit der Rolle der alliierten Schutzmächte und der Westanbindung über Teilung und Transit, Wirtschaft und Alltag, Urbanität und Kiez bis zu Schickeria und Alternativszenen, Lifestyle und Kultur mit internationaler Ausstrahlung.

Neben künstlerischen Positionen von Fred Thieler über Rainer Fetting bis zu den „Genialen Dilletanten“ und Stephen Willats werden Fotoarbeiten von Will Mc Bride, Nan Goldin, F.C. Gundlach, Gisèle Freund, Nelly Rau, Herbert Maschke und Gerhard Ullmann präsentiert. Zu entdecken sind aber auch das Amphicar aus West-Berliner Produktion, der Zoo-Liebling Knautschke und – in einer Hörlounge – der „Sound of West:Berlin“.

„In Berlin bringt jeder Tag eine Veränderung. Du stößt dreimal am Tag, egal, wie du
dich bewegst, mit dem Kopf gegen eine Wand, die heißt Realität.“  
Jim Rakete

Politik

Zwischen Weltpolitik und Nabelschau

• Befreier, Besatzer, Beschützer
• Trennung und Teilung
• Von und nach West:Berlin
• Freiheiten und Freiräume

Wirtschaft

Zwischen Innovation und Subvention

• Die Stadt am Tropf
• Made in West:Berlin

Gesellschaft

Zwischen Provinzialität und Weltoffenheit

• West:Berliner Mischung
• Berliner Luft
• Wir sind wieder wer
• Studieren – Protestieren – Rebellieren
• Schöner Wohnen
• Alternative und Autonome

Kultur

Zwischen Tradition und Experiment

• Kunst im Biotop
• Bühne West:Berlin
• Schaufenster des Westens
• Treffpunkt der Welt

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Der Flyer zur Ausstellung

Erhalten Sie hier alle Informationen zum Programm der Ausstellung in einem Flyer.



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West:Berlin

Laufzeit
14.11.2014 – 28.06.2015

Ort
Ephraim-Palais
Poststraße 16 | 10178 Berlin
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Öffnungszeiten
Di, Do–So 10–18 Uhr | Mi 12–20 Uhr

Eintritt (inklusive Booklet)
7,00 / erm. 5,00 Euro
bis 18 Jahre Eintritt frei
jeden 1. Mittwoch im Monat
Eintritt frei

Sonderticket
9,00 / erm. 6,00 Euro
Berechtigt zum Besuch des Ephraim-Palais und des Märkischen Museums in der Zeit vom 14.11.2014–28.06.2015

Öffentliche Führungen
Jeden Sonntag | 15 Uhr
WEST:BERLIN – Insel der Seligen?
Einstündiger Streifzug durch die Ausstellung.
Eintritt 10,00 / 7,00 Euro inkl. Museumsbesuch

Buchbare Führungen
WEST:BERLIN – Insel der Seligen?
Einstündiger Streifzug durch die Ausstellung.
40 Euro (bis 10 Personen, jede weitere Person 4 Euro), zzgl. 5,00 Euro inkl. Museumsbesuch und Booklet